Unabhängige Qualitätskontrolle vor der Übergabe Ihrer Photovoltaikanlage.

Eine neu errichtete Photovoltaikanlage sollte nicht allein anhand ihrer aktuellen Einspeiseleistung beurteilt werden. Montagefehler, fehlerhaft verschaltete Strings, Isolationsprobleme oder beschädigte Module können unmittelbar nach der Inbetriebnahme unauffällig bleiben und sich erst später durch Mindererträge oder Ausfälle bemerkbar machen.

Mit unserer PV-Inbetriebnahmeprüfung kontrollieren wir neu errichtete gewerbliche Dachanlagen und Solarparks unabhängig vom ausführenden Installationsbetrieb. Dabei kombinieren wir Sichtprüfung, elektrische Messungen und – abhängig von Anlage und Auftrag – weiterführende Diagnoseverfahren.

Ziel ist eine nachvollziehbare technische Grundlage für die Abnahme, Mängelbeseitigung und spätere Betriebsführung.

Warum eine unabhängige PV-Abnahme sinnvoll ist

Eine Photovoltaikanlage kann auch dann Strom produzieren, wenn einzelne Komponenten nicht optimal montiert, verschaltet oder dokumentiert wurden. Gerade bei größeren Gewerbeanlagen und Solarparks können kleine Fehler über viele Jahre erhebliche Auswirkungen auf Ertrag, Betriebssicherheit und Wartungsaufwand haben.

Eine unabhängige Photovoltaik-Inbetriebnahmeprüfung hilft dabei, solche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und nachvollziehbar zu dokumentieren.

Mängel früh erkennen

Montage-, Verschaltungs- oder Komponentenschäden können möglichst direkt nach Fertigstellung dokumentiert und dem ausführenden Unternehmen zugeordnet werden.


Ertragsrisiken reduzieren

Fehlerhafte Strings, beschädigte Module oder elektrische Auffälligkeiten können erkannt werden, bevor daraus langfristige Mindererträge entstehen.


Klare Grundlage für die Abnahme

Die Ergebnisse der Prüfung schaffen eine unabhängige technische Grundlage für Betreiber, Investor und ausführenden Fachbetrieb.

Wann sollte eine PV-Anlage geprüft werden?

Eine Inbetriebnahmeprüfung ist besonders sinnvoll:

  • unmittelbar nach Fertigstellung einer neuen Photovoltaikanlage
  • vor der formalen Abnahme durch den Betreiber oder Investor
  • bei größeren gewerblichen Dachanlagen und Solarparks
  • wenn mehrere Installationsunternehmen oder Nachunternehmer beteiligt waren
  • bei auffälligen Abweichungen während der ersten Betriebswochen
  • vor Ablauf vertraglich vereinbarter Abnahme- oder Gewährleistungsfristen
  • nach Erweiterungen oder größeren Umbauten einer bestehenden Anlage

Die Prüfung ist vor allem dann wertvoll, wenn der Anlagenzustand möglichst früh dokumentiert werden soll. So lässt sich später besser unterscheiden, ob Schäden bereits bei Installation oder Inbetriebnahme vorhanden waren oder erst im laufenden Betrieb entstanden sind.

Was wird bei einer PV-Inbetriebnahmeprüfung kontrolliert?

Sichtprüfung der Anlage

Wir kontrollieren unter anderem Montagequalität, Leitungsführung, Steckverbindungen, Befestigungen, Modulzustand und allgemein erkennbare Ausführungsfehler.


Elektrische Messungen

Je nach Anlage werden die bei der Inbetriebnahme vorgesehenen elektrischen Prüfungen auf der DC- und gegebenenfalls AC-Seite durchgeführt bzw. vorhandene Messprotokolle kontrolliert.


Stringvergleich

Messwerte einzelner Strings werden miteinander verglichen. Abweichungen können Hinweise auf falsche Verschaltung, Modulfehler oder andere Auffälligkeiten liefern.


Dokumentation

Planungsunterlagen, Stringpläne, Prüfprotokolle und Anlagenkennzeichnung werden auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft.


Monitoringdaten

Sofern bereits Daten verfügbar sind, können Ertrags- und Wechselrichterwerte mit in die technische Bewertung einbezogen werden.


Weiterführende Diagnostik

Bei Auffälligkeiten können Verfahren wie Kennlinienmessung, Dunkelkennlinien-Analyse, Thermografie oder Elektrolumineszenz eingesetzt werden.

Prüfungen nach DIN EN 62446-1

Im Rahmen der PV-Inbetriebnahmeprüfung führen wir – abhängig von Anlage und Prüfauftrag – relevante Sichtprüfungen und elektrische Messungen nach DIN EN 62446-1 durch. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Messwerte, sondern prüfen auch deren Plausibilität und mögliche Abweichungen zwischen vergleichbaren Strings und Anlagenbereichen.

Dazu können unter anderem Messungen von Leerlaufspannung, Kurzschlussstrom und Isolationswiderstand gehören. Auffällige Werte werden anschließend technisch eingeordnet und bei Bedarf durch weiterführende Prüfverfahren genauer untersucht.

So entsteht eine nachvollziehbare Grundlage, um mögliche Installationsfehler, Verschaltungsprobleme oder andere technische Auffälligkeiten bereits zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme zu erkennen.

Über die Standardprüfung hinaus

Dunkelkennlinien-Analyse

Mit Dunkelkennlinien lassen sich auffällige Modulstränge gezielt eingrenzen. Das Verfahren kann dadurch als Vordiagnose dienen, bevor einzelne Bereiche intensiver untersucht werden. pvBuero setzt diese Methode auch bei seiner systematischen Fehlersuche ein.

Outdoor-Elektrolumineszenz

Mit Elektrolumineszenz können unter anderem Zellrisse, Hagelschäden, PID, defekte Bypassdioden und andere interne Modulauffälligkeiten sichtbar gemacht werden. pvBuero beschreibt dieses Verfahren als Möglichkeit, komplette Modulstränge im Feld zu untersuchen.

Thermografie

Thermografie kann beispielsweise Hotspots, Kontaktprobleme oder auffällige Dioden sichtbar machen. pvBuero nutzt dafür auch Rückstromtechniken, sodass bestimmte Untersuchungen unabhängig von optimaler Sonneneinstrahlung möglich sind.

Kennlinienmessungen

Kennlinienmessungen helfen dabei, die elektrische Leistungsfähigkeit eines Strangs oder Moduls quantitativ zu bewerten und mit Referenzwerten beziehungsweise anderen Strings zu vergleichen.

So läuft die PV-Inbetriebnahmeprüfung ab

1. Unterlagen prüfen

Vor dem Ortstermin sichten wir die vorhandene Anlagendokumentation. Dazu gehören beispielsweise:

  • Modul- und Wechselrichterdaten
  • String- und Belegungspläne
  • technische Dokumentation
  • vorhandene Messprotokolle
  • Anlagen- und Übergabeunterlagen

Dadurch können wir die Prüfung gezielt vorbereiten.

2. Anlage vor Ort kontrollieren

Vor Ort erfolgt die Sichtprüfung der relevanten Anlagenbereiche. Wir vergleichen die tatsächliche Ausführung mit den vorhandenen Unterlagen und dokumentieren erkennbare Auffälligkeiten.

3. Elektrische Messungen durchführen

Anschließend werden die vereinbarten Messungen durchgeführt beziehungsweise vorhandene Messwerte verifiziert. Auffällige Strings oder Anlagenbereiche werden genauer untersucht.

4. Ergebnisse dokumentieren

Die Ergebnisse werden übersichtlich zusammengeführt. Abhängig vom vereinbarten Leistungsumfang erhalten Sie eine Dokumentation der Messwerte und Auffälligkeiten sowie eine fachliche Einschätzung der festgestellten Punkte.

Was ist der Unterschied zwischen pvInbetriebnahmeprüfung und pvCheck?

pvInbetriebnahmeprüfung

Für neu errichtete oder wesentlich erweiterte Anlagen

Ziel ist die unabhängige Qualitätsprüfung zum Zeitpunkt der Fertigstellung beziehungsweise Abnahme.

pvCheck

Für Anlagen mit bestehendem Fehler oder Minderertrag

Ziel ist die systematische Eingrenzung einer konkreten Störung oder eines Schadens.

PV-Anlage unabhängig prüfen lassen

Sie möchten sicherstellen, dass Ihre neue Photovoltaikanlage technisch sauber ausgeführt wurde und mögliche Mängel möglichst früh erkannt werden?

Senden Sie uns die wichtigsten Informationen zu Anlage, Standort, Leistung und geplantem Inbetriebnahme- beziehungsweise Abnahmetermin. Wir klären mit Ihnen, welcher Prüfungsumfang für Ihr Projekt sinnvoll ist.

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