13. Schönauer Stromseminar

Am letzten Wochenende fand in Schönau im Schwarzwald mal wieder ein Stromseminar der Schönauer Stromrebellen (Elektrizitätswerke Schönau EWS) statt. Dieses Treffen von engagierten Menschen aus der ganzen Republik dient einmal im Jahr dem Gedanken-Austausch im Themenbereich Atomausstieg, Erneuerbare Energien und Energiewende. Für uns war es darüber hinaus einmal wieder ein Treffen mit langjährigen Freunden. Wir begleiten die Schönauer inzwischen schon seit mehr als 10 Jahren auf Ihrem Weg zu einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Stromversorgung.

Wie immer waren auch in diesem Jahr wieder hochkarätige Referenten eingeladen. Unter anderem Prof. Peter Hennicke vom Wuppertal Institut, Thomas Jorberg von der GLS Bank in Bochum, sowie Dr. Gerd Rosenkranz von der deutschen Umwelthilfe.

Doch wie immer gab’s in Schönau nicht nur interessante Referate sondern auch jede Menge Ideen und Initiativen, wie man die Energiewende vorantreiben könnte.

Am wichtigsten scheinen hierbei zwei Aktivitäten. Die erste wurde von Michael Sladek während der Diskussionsrunde am Samstag Nachmittag vorgestellt und betrifft den Kauf von Anteilen an der Thüga. Die Thüga ist ein Teil des E.ON Konzerns in dem die Beteiligungen von E.ON an regionalen Stadtwerken gebündelt sind. Um einem Kartellverfahren zuvor zu kommen will E.ON diese Tochter nun verkaufen. Hierbei entstand im Umfeld der Stromrebellen die Idee einen Anteil der Thüga zu erwerben um dadurch Bürger direkt wieder mehr an Ihrer Stromversorgung zu beteiligen. Nähere Informationen zur Initiative findet man hier …

Zweiter Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung war die Vorstellung der neuen Kampagne zum schnellst möglichen Ausstieg aus der Atomenergie, die in Schönau vorgestellt wurde. Unter dem Titel “WRACK AB – 100 gute Gründe für den Atomausstieg” haben die Schönauer umfangreiches Informationsmaterial zusammengestellt um darzulegen warum es gerade jetzt so wichtig ist den Atomausstieg weiter voranzutreiben und warum ein entschlossener Ausbau der Erneuerbaren Energien und der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung nur möglich sein wird, wenn man die zentralen Großkraftwerksstrukturen beendet. Ein Video mit der Vorstellung des Projektes durch Ursula Sladek (Geschäftsführerin der Elektrizitätswerke Schönau) finden Sie neben.

Die Kampagne ist unter der Internetseite www.100-gute-gruende.de im Internet zu erreichen und startet offiziell am 1.7.2009 um 12:00 Uhr in Berlin.

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